Moin und Hallo
Schön, dass Ihr wieder Zeit und Lust habt, auf meine Seiten zu schauen.
Immer wenn ich Tiere sehen, überlege ich mir, was sie wohl gerade denken oder planen.
Z.B. die beiden Möwen auf dem Monatsbild meiner Startseite.
Ich stelle mir das so vor.
„Moin Ede. Ist das nicht ein großartiges Wetterchen.“ Harry von der HafenCity macht einen eleganten Schlenker, um neben seinem Vetter zu fliegen.
Dieser starrt erst einmal missmutig weiter geradeaus, bevor er sich zu einer Antwort durchringt.
Moin, wieso eigentlich Moin. Es ist inzwischen schon 11:00 Uhr. Hast du bis jetzt gepennt, oder was?“
„Was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen? Hier im Norden heißt es immer Moin, egal ob am Tage oder in der Nacht. Du bist doch einer von hier. Was stört es dich also?“
„Ich finde halt, man könnte auch mal die Tageszeit genauer angeben. Guten Morgen, das hört sich so elegant an.“
„Du hast wohl zu viel Touris belauscht.“ Harry schüttelte den Kopf.
Außerdem weißt du doch gar nicht ob ein Morgen gut wird. Stell dir mal vor es regnet und stürmt und kein Mensch ist unterwegs. Wo ist der Morgen denn dann gut?“
„Mm, da ist was Wahres dran.“
„Also, nun mal raus mit der Sprache. Warum ziehst du so einen Flunsch?
Sonst kannst du dich vor Begeisterung gar nicht zügeln bei Sonnenschein.“
„Die Fischbude unten am Kai hat geschlossen. Ich sehe nur Eisverkäufer, soweit mein Auge reicht. Und die Menschen stehen Schlange. Wie kann man dieses Zeug nur essen?“
„Ach daher drückt der Schuh. Schau mal runter. Ich sehe etwas was deine Laune schlagartig in die Höhe schnellen lässt. Deine Fischbude macht gerade auf. Nun heißt es nur noch Matjes oder Bismarckhering.“
„Was für ein grandioser Tag Harry. Lass uns mal Moin sagen und schauen wer uns zum Mittagssnack einlädt.“
So könnte es sein. Ich werde beim nächsten Fischbrötchen mal lauschen, ob ein Moin zu hören ist, wenn mein Matjesbrötchen in die Lüfte verschwindet.